AStA: Exzellenzinitiative verdeckt die Probleme der Hochschule und Studierenden
Der AStA der Leibniz Universität Hannover kritisiert den Vorschlag, dass sich die Niedersächsische Technische Hochschule (NTH) an der Exzellenzinitiative von Bund und Länder beteiligen will.
Mit den Prestigeprojekten sollen die tatsächlichen Probleme der Hochschulen und Studierenden verschleiert werden. In erster Linie fehlt es den Hochschulen in der Breite an Geld. Hier hilft nur eine Aufstockung der Landesmittel für den Hochschulbereich.
Die Exzellenzinitiative stellt eine einseitige Verengung auf wettbewerbsorientierte Forschungsförderung dar. Forschung und Lehre werden auseinander getrieben. Insbesondere an den nicht geförderten Hochschulen wird es nur noch auf Sparflamme die Verknüpfung von Forschung und Lehre geben. Dort wird das Studium noch verschulter werden, kaum mehr eine wissenschaftliche Ausbildung den Studierenden vermittelt und auch kein wissenschaftlicher Nachwuchs qualifiziert. Die Hochschullandschaft wird in Ausbildungs- und Forschungshochschulen gespalten, wodurch sich die Durchlässigkeit weiter verschlechtert. Selbst an einzelnen Hochschulen wie der Leibniz Universität Hannover ist dies zu beobachten. Die interne Forschungsförderung orientiert sich am Kriterium der wirtschaftlichen Vermarktbarkeit. So wird den Geistes- und Sozialwissenschaften weniger Geld zugeteilt, um Prestigeprojekte wie das Exzellenzcluster „QUEST“ auflegen zu können.





